Wie suchen sie einen Anbieter? Was macht Kunden zufrieden?

Ein Interview mit Felix Schäferhoff
Felix Schäferhoff und seine Frau haben von zwei Tanten zwei Wohnungen in Oberhausen geerbt. Die beiden alten Damen wohnten hier jahrzehntelang. Ihre Marotte der letzten Jahre, immer Berge einzukaufen, seien es Lebensmittel, Kleidungsstücke oder Hausrat, ließ Böses ahnen.
Während eine Wohnung bewohnt war, diente die andere der Unterbringung der orgiastischen Einkäufe und sonstiger Sachen. Nach etlichen Fahrten zwischen Münster und Oberhausen stand fest: wenn wir die alleine leer räumen, brauchen wir Wochen. Hier muss ein Profi her. Über unseren Verband kannten sie Jochen Bennekers Second-Hand Handelsplatz in Bochum und gaben ihm den Auftrag.
Wir fragten Felix nach seinen Erfahrungen. Wann stand fest, dass ihr einen Profi beauftragen wollt? Der ausschlaggebende Punkt war, dass wir 50 bis 60 Säcke Altkleider aus den Wohnungen geholt hatten, alle Altkleidercontainer unserer Umgebung liefen schon über, und man sah in der Wohnung nicht, dass was passiert war.

Wie habt ihr einen Anbieter gesucht?
Klar war, dass wir eine größere Firma nehmen wollten und uns nicht an Kleinanzeigen orientieren, weil wir schlechte Preise befürchtet haben. Da war ja diese TV-Sendung, wo sie extra wertvolle Sachen versteckt hatten und der Anbieter sie nicht erkannte.* Wir wollten nicht ohne Empfehlung auswählen. Dann sollte es jemand sein, der im eigenen Geschäft weiter verkauft, weil ich dem mehr zutraue, auf Werte zu achten. Ich finde es überzeugend, wenn hinter dem Konzept auch Ideen wie Wiederver-wertung oder soziales Engagement stehen. Zugleich ist der Druck, ehrlich zu sein größer, weil ich ja auch in sein Geschäft kommen kann.

Wie seid ihr dann ins Geschäft gekommen?
Ich habe Jochen die Geschichte erzählt, so dass er eine erste Einschätzung bekam und dann haben wir uns vor Ort getroffen. Jochen wirkte total sicher, was den Marktwert und die Vermarktungsmöglichkeiten der Sachen angeht. Dann hat er mir einen Kostenvoranschlag gemacht ausgehend von drei Tagen mit acht Leuten. Ich hatte auf eine Nullrunde gehofft, dachte Bilder und Porzellan seien mehr wert. Aber dann muss man es selber machen. Vielleicht schaffe ich das noch durch die selbstständige Vermarktung des Meißener Porzellans und einiger Silbersachen.

Bist du zufrieden mit dem Ergebnis?
Ja sehr. Es gab zeitlich ein paar Probleme, was an uns lag, da wir den Schlüssel nicht pünktlich abgeschickt hatten. Aber die Organisation von Seiten des Handelsplatzes war top. Zum Beispiel: Oberhausen hat Sperrmüll auf Bestellung, dazu brauchte Jochen den Erbschein und hat ihn direkt angefordert. Dann hat er Nachbarn gefragt, es müsste doch ein Waschmaschine geben und sie auch gefunden. Mich hat er angerufen wegen eines exakt passenden Regals im Keller, ob das nicht besser drin bliebe. Und dann hat er mir noch die Nachfrage eines potentiellen Wohnungskäufers vermittelt. Als wir kamen, war der Teppichboden raus, die Lampen weg, er hatte noch ein Zertifikat gefunden, das lag – ohne einen einzigen Knitter muss ich dazu sagen! - unter dem Schlüssel auf der Fensterbank. Dass er das überhaupt gefunden hat in dem Chaos!

Würdest du in einer ähnlichen Situation etwas anders machen?
Bei dem Chaos würde ich ein Wochenende durchmachen und alles durchgucken und dann direkt eine Haushaltsauflösung in Auftrag geben. So hätten wir wertvolle Zeit und Nerven gespart. Die Kombination mit einem Second-Hand Betrieb finde ich gut, weil die Sachen möglichst noch vermarktet werden sollen.

Wenn es eine Bewertungskala für Haushaltsauflöser gäbe, welche Kriterien sollten deiner Meinung nach darin stehen?
Transparenz und Ehrlichkeit, Kundenkontakt/Nachfragen, Sorgfalt und Gründlichkeit, Wertschätzung, Service/Organisation, Entlastung für mich als Kunden und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Danke für das Gespräch.

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