Wer einen Umzug vor oder hinter sich hat, ist Wegwerfspezialist. Pack ich das ein? Oder aus? Oder weg?

Nie sind Menschen mehr dazu bereit, kritisch und radikal mit ihren gebrauchten Sachen umzugehen und diese Fragen mit „weg“ zu beantworten. Vieles ist noch brauchbar, aber der Aufwand, die Dinge an die geeigneten Nutzer zu vermitteln, ist Sache eines TV-bezahlten Trödelkings. Otto, mehr noch Erna Normalverbraucherin gibt irgendwann auf und ordert – den Containerdienst.

Second-Hand Betriebe haben Arbeit bis über beide Ohren. Egal ob Haushaltsauflöser oder Kommissionsbetrieb – gebrauchte Ware fordert Abholung, Sortierung, Aufarbeitung, Einsortierung, Verkauf, Entsorgung....Den Betrieben reicht das. Den Kundinnen und Kunden auch?

Kommt drauf an. Einigen ist es wichtiger, die Sachen loszuwerden. Die rufen dann einen Haushaltsauflöser oder spenden an einen gemeinnützigen Betrieb. Wer beides will: gutes Geld plus Entsorgung, muss schon selber aktiv werden. ebay oder andere Kleinanzeigen, ein heimischer Flohmarkt, den Kofferraum voll Waren Antiquariate, Platten- oder Klamottenläden abfahren, dem Tierheim den Rest spenden und Bücher in den offenen Bibliotheken platzieren. Puuuh – neben Tapezieren und Kacheln aussuchen, geht einem da gerne mal die Puste aus.
Hier ein Beitrag unser Schweizer Kolleginnen aus Basel:
„Wir arbeiten in und um Basel mit Neuware-Kleider-Boutiquen zusammen: Die Kundinnen können Ihre nicht mehr gewollten Kleider in Ihrer Lieblingsboutique abgeben und wir holen die Tüten dann dort ab (ähnlich wie das H&M-Recyclingkonzept). Die Auszahlungen erhalten die Kundinnen in Form von Einkaufsgutscheinen für die Boutique. Das kommt extrem gut an und wir konnten schon tolle Lieferantinnen gewinnen. Für die Boutique ist es super, weil das Geld wieder bei Ihnen "reinvestiert" wird, was für den geringen Aufwand entschädigt, den sie mit dem Aufbewahren der Kleider-Tüten und dem Entgegen-Nehmen der Auszahlungsbeträge haben.

Liebe Grüße Isabella Kössler, ANNA K. - First and Secondhand Fashion Dornach Riehen Binningen Basel

Was aber können Second-Hand Betriebe tun, um diese Servicelücke zu schließen? Dazu kreieren wir Ideen in einem Kreativworkshop am Samstag, den 21. Januar.

Service-Paradies Second-Hand
"Wir machen das für Sie! Wir finden Kunden für Ihre Sachen, eine sinnvolle Verwendung, einen Restaurator,  Künstler, die Ihre Sachen brauchen...." Das ist Zukunftsmusik, aber ohne Visionen wäre die Branche nicht da, wo sie heute ist. Mit kreativen Techniken  entwickeln Sie neue Service-Ideen für Ihr Unternehmen, die Branche und Ihre Kunden.
Samstag, 21. Januar, 10 - 17 Uhr. In der alten Schmiede, Galgheide 6 in 48291 Telgte.
Beitrag: 60 Euro für Mitglieder, 105 Euro für Nichtmitglieder.
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